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fbÄ #53 - Artikel #2 - - - dez 2006
Skandalöse Wohnungsbau-Gesellschaft

[fbÄ, hig] In Freiberg soll in den nächsten Jahren angeblich nicht vermietbarer Wohnraum abgerissen werden. So steht es zumindest in der "Freien Presse" vom 20. Oktober. Warum deshalb Menschen Wohnungen in den Abrissprojekten räumen müssen - scheint demnach nicht sehr logisch. Die als "Stadtumbau" deklarierte Wohnungsmarktbereinigung bringt ab 2007 über 1,2 Millionen Euro Fördermittel für die "Städtische Wohnungsbaugesellschaft" (SWG).Ungefähr 1000 Wohnungen werden platt gemacht, um den Mietpreis zu halten bzw. ab 2007 auch ansteigen zu lassen. Dass ein städtisches Unternehmen sich soetwas ohne Widerstand erlauben kann, ist ein blamables Zeugnis für die BürgerInnen und ihre RepräsentantInnen im Stadtrat. Vom Abriss betroffene BewohnerInnen stehen dem Vorgang hilflos gegenüber. Selbst der Mieterverein will den Stadtumbau lediglich ein wenig kritisch begleiten. Der hastige Griff in die Fördermittelkasse hat - bei der bisherigen SWG-Geschichte nicht anders zu erwarten - schon beim Start zu einem "Skandal" geführt, wie die "Freie Presse" meldet. Nach den ersten Abrissen wurden nicht alle Objekte beräumt, in der Abrissmasse befanden sich sogar toxische Schwermetalle, eine Gefährdung von AnwohnerInnen. Sicherheitsmängel auf den Baustellen führten zu einem Baustopp. Der Geschäftsführer der SWG, Marcel Sonntag musste einräumen, dass die Kosten für die Abrisse um Zigtausende Euros ansteigen, zumal er einen Rechsstreit auf die SWG zukommen sieht mit einem Streitwert von 200.000 Euro. Inzwischen werden die Abrissarbeiten fortgesetzt.

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