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fbÄ #49 - Artikel #3 - - - april 2006

Lesung


Wer wissen will, was Mitte Februar seit Jahren Tausende von Alt- und Jungnazis nach Dresden zieht und warum so viele Bürger und BürgerInnen mit auf die Straße gehen und dafür am 8. Mai zuhause bleiben, der muss sich mit den Thesen von Gunnar Schubert, Journalist aus Dresden, auseinandersetzen. Sehr schnell macht Schubert in seiner Streitschrift "Die kollektive Unschuld", ganz im Sinne des aufklärerischen Genres, klar, was sich hinter der Manifestation der öffentlichen Trauer tatsächlich verbirgt: ein großer Schwindel. In Wirklichkeit sind nicht nur die Nazis, sondern auch die meisten BürgerInnen unfähig zu trauern und leiden unter akuten Trauerblockaden, wovon die vielen Mythen über Dresden ein Zeugnis geben. Den jüngsten Schwindel erlebte das TV-Publikum beim ZDF-Zweiteiler, in dem eine Dresdnerin zu ihren wahren Gefühle erst in der Liebe zu einem Untergebenen von Bomber Harris fand. Gunnar Schubert: Kollektive Unschuld. Wie der Dresden-Schwindel zum nationalen Opfermythos wurde, 168 Seiten, ISBN 3-930786-47-8 , 13.00 Euro 4. Mai, Kunsthandwerkerhof, Burgstr. 19,
Beginn: 19.30 h
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