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| fbÄ #37 - Artikel #2 - - - maerz 2004 |
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Gesundheit kostet halt ein paar Euro ... oder?
Unter dem Thema: „Die unbezahlbare Solidarität – was kostet mich in Zukunft meine Gesundheit“ veranstaltete der „Runde Tisch gegen den Sozialabbau Freiberg“ am 15.Januar im Brauhof eine Informationsveranstaltung. Frau Dr. Ruth Fuchs, Mitglied des PV der PDS erläuterte in ihrem Referat sehr anschaulich alle, durch die Gesundheitsreform auf uns zu kommenden Neuregelungen. Das tat sie sehr anschaulich, ausführlich und auch sehr lebendig. Was mir persönlich fehlte, waren eindeutige Alternativen. Auch kein Wort dazu, was die PDS, sollte sie in Sachsen auch mal in der Regierung beteiligt sein, anders machen will. Nach ihr sprach Peter Kätzel, Vizepräsident der Volkssolidarität. Nun fühlte ich mich in einer direkten Wahlveranstaltung der PDS und nicht mehr in einer Informationsveranstaltung des „Runden Tisches gegen den Sozialabbau Freiberg“. Herr Kätzel wies anschaulich nach, dass Herr Stoiber im Bundesland Bayern nicht mit absoluter Mehrheit gewählt worden ist, da ja die Mehrheit nicht mehr zur Wahl ging. Ich möchte an dieser Stelle an die Kommunalwahlen in Brandenburg erinnern, hier hat die PDS in etwa ihre Prozente gehalten, aber zehntausende Wähler verloren. Die Prozente haben sich deswegen gehalten, weil auch hier viele nicht mehr zur Wahl gingen.
Aber es kam noch schlimmer. Es waren sich zwar alle Anwesenden über die Grausamkeit der Gesundheitsreform einig, aber es kam zu keinem Entschluss, wie dagegen zu kämpfen ist. Selbst der konkrete Vorschlag eines jungen PDS – Mitgliedes, verhallte im Schweigen des Saales. Wir sind aus dieser Veranstaltung ohne konkrete Beschlüsse und Vorschläge für Gegenmaßnahmen herausgegangen, dass ist für mich deprimierend. Mir kam die ganze Sache wie eine Beruhigungsaktion vor, wir haben mal darüber geredet, dagegen sind wir auch, aber ändern können wir sowieso nichts. Das kann es aber nicht sein. Aufgabe des „Runden Tisches gegen Sozialabbau Freiberg“ muss sein, alle beteiligten Verbände, Organisationen und Parteien zu gemeinsamen Aktionen zu führen. Arbeitnehmer, chronische Kranke, Behinderte, Rentner, Arbeitslose, Jugendliche und Gewerkschaftler müssen gemeinsam, solidarisch gegen den Sozialabbau aufstehen. Zeigen wir das am 20.März in Berlin und am 17.April auf den Straßen von Freiberg. Im Vorfeld dieser Demonstration wird der „Runde Tisch gegen den Sozialabbau“ mehr Infostände durchführen. Jeder der an diesen Infoständen mitwirken möchte, kann sich im PDS – Kreisbüro melden. Tel.: (03731) 22 25 6 |
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