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fbÄ #16 - Artikel #3 - - - februar 2000
Neo-Faschisten von der NPD machen auf deutschkommunistisch

[karl-ch] Ende Oktober erhielten linke Organisationen Post von einer Gruppe, die sich “Unabhängige Kommunisten Deutschlands” (UKD) nennt. Mit der Kopfzeile “Deutsche Arbeiter Vereinigt Euch!” wirbt die UKD um Unterstützung für eine “Einheitsfront”. In der Selbstdarstellung heißt es weiter: “Die UKD sind eine Gemeinschaft neuen Typs, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die breiten Massen der deutschen Bevölkerung im revolutionären Kampf für ein neues Deutschland in einem neuen Europa zu vereinen.” Es soll gegen “Monopolkapitalimus,Imperialismus und Krieg. Für Meinungsfreiheit, Sozialismus und nationale Erneuerung” gehen. Angesprochen werden “alle Fraktionen, von DKP über KPD bis NPD (und die kleinen dazwischen)”. Sprache und Duktus der “Flugblattzeitungen” lassen darauf schliessen, dass der Chemnitzer Professor Nier an diesen Texten mit gestrickt hat.

Offensichtlich geht die NPD auf Distanz zu ihrer pseudo-sozialistischen Clique. Bei der Analyse der Landtagswahlen in Sachsen haben sich beim Parteittreffen am 2. Oktober in Prausitz die Kräfte duchgesetzt, die den ganzen “sozialistischen Krams” für die schlechten Ergebnisse, insbesondere in Sachsen, verantwortlich gemacht haben. Die “Sozialisten” wurden prompt vom Parteivorstand nicht mehr als Arbeitskreis bestätigt. Anstelle der “Sozialismusdebatte” rückt jetzt der Aufbau eines zentralen Ordnungsdienstes in den Vordergrund der Parteiaktivitäten. In Zukunft will man sich von den wenig aktiven und beitragssäumigen Mitgliedern trennen. Da der Beitragsfluß nur bei ungefähr 80% liegt, muß die sächsische NPD personell abspecken.

Für die Pseudo-Sozialisten um Michael Nier und Ursula Mann bedeutet das nichts anderes, als sich neue Wirkungskreise zu schaffen. Das dürfte mit dem Projekt “Unabhängige Kommunisten Deutschlands” jedoch nicht gelingen. In Zukunft ist eine stärkere Orientierung dieses Zirkels an den Phantasiespielen eines Horst Mahlers zu erwarten.

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